Gürtelkämpfer "Ringer"

Artikelbezeichnung:
Gürtelkämpfer "Ringer"
Modelnummer:
1248-BIS
Artikelnummer:
4052212064673
Gewicht:
6,000 kg
Größe (LxBxH):
40,0 cm x 30,0 cm x 50,0 cm
Lieferzeit:
3 Werktage

2.669,00 €
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Beschreibung
Das Kunstwerk:
Die Figurengruppe »Die Gürtelspanner« - oder Gürtelkämpfer - ist das berühmteste Werk des schwedischen Bildhauers Johan Peter Molin. Die hier vorgestellte Plastik ist eine detaillierte und äußerst genaue Nachbildung im „Kleinen“ aus Biskuitporzellan . Das originale Kunstwerk steht heute vor dem Schwedischen Nationalmuseum in Stockholm. Dort trägt ein Postament, das die Geschichte um diesen Kampf erzählt, die beiden Kontrahenten. Zuhause fand die Gruppe zunächst wenig Anklang. Erst durch Ausstellungen in Berlin und vor allem dank der Vorstellung auf der Weltausstellung in London (1862) wurde Molin, inzwischen Professor und königlicher Hofstatuenbildhauer, die verdiente Anerkennung und weltweite Bewunderung zu Teil. Im Grunde ist es nicht die Darstellung der Kämpfenden, die Molins Figurengruppe so interessant macht. Vielmehr fesselt die dynamische, fast rhythmische Bewegung: der wehende Umhang, die gespannten Muskeln, das verbissene Ringen mit festem Griff um die Oberhand. All das überträgt sich auf den Betrachter und macht die Spannung fast spürbar.
Der Künstler hat in dieser Gruppe eine im Alterthume in Schweden übliche Art des Zweikampfes dargestellt, die noch im vorigen Jahrhundert in Småland gewöhnlich war und bei welcher die Kämpfenden mittelst eines um die Mitte derselben geschnürten Gürtels Brust gegen Brust fest aneinander gebunden wurden und sich nun mit ihren Messern gegenseitig zerfleischten. Daß bei einem solchen abscheulichen Zweikampfe der Ausgang gewöhnlich tödtlich war, wenigstens für einen der Kämpfenden, ja wohl für beide, läßt sich sehr wohl denken; auch pflegten die Frauen zu Gelagen, Hochzeiten u. dgl. stets für ihre Männer das Leichengewand mitzunehmen, weil dabei oft Streit entstand, der sogleich auf die beschriebene Weise abgemacht wurde. Den Anlaß und den Ausgang des hier dargestellten Kampfes hat der Künstler auf dem Piedestal in sehr sinnreicher Weise durch vier Basreliefs und der Edda entnommene Runeninschriften darzustellen gewußt. Die Inschriften lauten in der Uebersetzung: »Wahnsinnige aus Klugen macht der Menschensöhne die mächtige Liebe« - »Nicht so gut, wie gut sie sagen, ist Bier für Menschensöhne, denn stets weniger weiß, je mehr er trinkt, sich zu sinnen der Mann.« - »Zogen sie aus der Scheide Scheideneisen, Schwertes Schneide zur Freude des Trollen (bösen Geistes).« - »Einsam bin ich worden wie die Espe im Hain, beraubt der Verwandten wie die Föhre der Zweige.«Wiener Salonblatt von 1872
Biskuitporzellan
Als Biskuitporzellan bezeichnet man unglasiertes und zweimal gebranntes Hartporzellan mit hohem Feldspat- und niedrigem Quarzgehalt. Der Franzose Jean-Jacques Bachelier erfand in den 1750er Jahren diese Variante des Porzellans, das sich aufgrund seiner feinen Möglichkeiten bei der Modellierung und einem samtweichen Erscheinungsbild bis zum Ausgang des Klassizismus höchster Beliebtheit erfreute. Besondere Anwendung fand es bei der Fertigung von Porträtbüsten, Figuren und Lithophanien, da die Formensprache aufgrund der fehlenden Reflexionen (unglasiert und niedriger Quarzgehalt) sehr gut hervortritt.
weitere Informationen
Gewicht
6,000 kg
Höhe
50,0 cm
Breite
30,0 cm
Länge
40,0 cm
Marke
Porzellanmanufaktur Scheibe-Alsbach
Lieferzeit
3 Werktage
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